Frankfurt/Main / Die Corona-Krise treibt die Nachfrage nach dem seltenen Rohstoff. Als Geldanlage dient er nur bedingt.

Inmitten der Corona-Pandemie ist Gold gefragter denn je. Am Dienstag kostete die Feinunze (31,1 Gramm) 1980,55 US-Dollar und damit so viel wie nie zuvor. Der alte Höchststand stammt aus dem Jahr 2011 und hatte bei 1921 Dollar gelegen. Neun Jahre später ist Gold während der Corona-Krise wieder angesagt. Dabei ist Gold eigentlich keine besonders gute Geldanlage. Regelmäßige Erträge wie Zinsen oder Dividenden gibt es nicht. Aber Gold hat einen Vorteil: Es ist selten. Das Edelmetall gilt vielen als Krisen- und Inflationsschutz, weil es nicht beliebig vermehrt werden kann.

Gold sehe derzeit „mächtig anziehend“ aus, erklärte Analyst Connor Campbell und verweist auf die steigenden Corona-Fallzahlen und die weiter zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China. Anleger machten sich Sorgen, was noch alles komme, erklärt Campbell.

Anleger wollen sich gegen Inflationsrisiken absichern. Durch die milliardenschweren Hilfsprogramme von Notenbanken rund um den Globus wird massiv Liquidität in die Märkte gepumpt. Während sich gleichzeitig wegen weitreichender Produktionsausfälle das Angebot verknappt, steigt die Geldmenge – und damit wächst die Furcht vor einem Anstieg des Preisniveaus und einem Wertverfall des Geldes. dpa/afp

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