Cyberkriminelle locken Surfer verstärkt auf gefälschte Websites großer Marken-Unternehmen und Zahlungsdienstleister. Das geht aus einer Untersuchung des Cybersicherheitsunternehmens Palo Alto Networks hervor. Die Kriminellen lassen für dieses „Squatting“ genannte Verfahren Internet-Adressen („Domains“) registrieren, die den Namen der Marken enthalten oder Tippfehler der Anwender für einen Angriff ausnutzen.

Besonders häufig würden die Webseiten von PayPal, Apple, Royalbank, Netflix, LinkedIn, Amazon, Dropbox, TripAdvisor, Bank of America und der mexikanischen Bank Banorte gefälscht, teilt Palo Alto Networks mit. Allein im Dezember 2019 seien knapp 14 000 Squatting-Domains entdeckt worden, durchschnittlich 450 pro Tag.

Mit dem Squatting von Domains täuschen die Cyberkriminellen den Menschen vor, sie befänden sich auf einer legitimen Seite. Dann versuchen sie, Zugangsdaten abzufischen und den Opfern finanziell zu schaden. Palo Alto Networks fand heraus, dass knapp 2600 (18,6 Prozent) besetzte Domainnamen bösartig sind und Schadprogramme verbreiten oder Phishing-Angriffe durchführen. Die Forscher raten, besonders bei Domainnamen vorsichtig zu sein, die bekannte Finanz-, Einkaufs- und Bankangebote aufrufen sollen. dpa