Die Influencerin Pamela Reif muss auf ihrem Instagram-Account Fotos mit Links („Tags“) zu Markenherstellern als Werbung kenntlich machen. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe und bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts Karlsruhe. Der Berliner Verband Sozialer Wettbewerb hatte zuvor in drei Fällen eine Unterlassungsverfügung gegen die 24-Jährige erwirkt.

Es sei nicht darum gegangen, ob sämtliche Posts gekennzeichnet werden müssen, sagte OLG-­Richter Andreas Voß. Eine Kennzeichnung sei aber da erforderlich, wo in den Insta-Beiträgen „Tap Tags“ verwendet werden, die zu Herstellern oder Anbietern bestimmter Produkte wie Kleidung oder Kosmetika führen. „Tap Tags“ sind Bereiche innerhalb eines Bildes, die man anklicken kann und die dann zu den Unternehmen führen.

Reif gehört zu den bekanntesten Influencern in Deutschland, ihr folgen 6,4 Millionen Menschen. In der Vorinstanz hatte sie argumentiert, die Links seien nur eingefügt, um Anfragen ihrer Follower zuvorzukommen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, eine Revision wurde zugelassen. dpa