dpa Neuheiten aus Kalifornien: Der Preis des Einsteiger-iPhones fällt unter 800 Euro, der Akku hält länger, drei Kameras sind Standard und der Bildschirm der Apple-Watch wird nicht mehr schwarz.

Apple setzt bei seiner neuen iPhone-Generation stark auf bessere Kameras, um die zuletzt gesunkenen Verkäufe seines wichtigsten Produkts anzukurbeln. Das iPhone 11, das als Einstiegsmodell das aktuelle iPhone XR ersetzt, bekommt unter anderem einen Nachtmodus, der für gute Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen soll. Und zum ersten Mal bekommt auch das günstigste iPhone-Modell eine Doppelkamera, die Weitwinkelaufnahmen, einen vollwertigen Porträtmodus und andere Verbesserungen ermöglicht.

Die Nachfolger der Top-Modelle iPhone XS und XS Max tragen die Namen iPhone 11 Pro und Pro Max. Die Geräte stecken in einem neuartigen Edelstahlgehäuse und verfügen nun über drei Kameras auf der Rückseite – mittlere Brennweite, Teleobjektiv und Ultra-Weitwinkel. Bei den Pro-Modellen sollen mit der neuen Funktion „Deep Fusion“ besonders hochwertige Aufnahmen durch die Auswertung mehrerer Bilder entstehen. Die Kameras nehmen dafür neun Fotos mit verschiedenen Einstellungen auf und setzten daraus „Pixel für Pixel“ ein Bild zusammen, wie Marketing-Chef Phil Schiller erläuterte.

Beim Nachtmodus hatten vor einem Jahr Googles Smartphones der Marke „Pixel“ die damals neuen iPhones abgehängt. Auch die aktuellen Geräte von Huawei machten bei wenig Licht bessere Bilder. Für die Bildbearbeitung verbesserte Apple noch einmal den Prozessor der Geräte mit dem A13-Chip aus eigener Entwicklung. Nun sollen unter anderem auch Zeitlupen-Selfies mit der Front-Kamera der iPhones möglich sein.

Auch äußerlich wurden die iPhone-Modelle verbessert: Das Glas der Geräte soll nun deutlich widerstandsfähiger sein, die Gesichtserkennung FaceID soll schneller greifen. Die Batterie soll beim Pro bis zu vier Stunden länger halten als beim aktuellen XS und beim größeren Pro Max bis zu fünf Stunden länger als beim XS Max.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Samsung und Huawei verzichtet Apple bei seinen Top-Modellen auf die Unterstützung des neuen Mobilfunk-Standards 5G. Allerdings gibt es in Deutschland derzeit ohnehin nur wenige Antennen-Standorte, die bereits mit 5G funken. Auf der anderen Seite werden die Provider das Thema 5G in den kommenden Monaten nutzen, um sich am Markt zu profilieren. Das erste 5G-iPhone wird für 2020 erwartet.

Das iPhone 11 kostet in Deutschland ab 799 € mit 64 Gigabyte Speicher. Das Pro verkauft Apple ab 1149 € und das Pro Max ab 1249 €. Die neuen Modelle kommen am 20. September auf den Markt.

Bei der neuen Generation der Apple Watch bleibt der Bildschirm erstmals die ganze Zeit an. Bisher war er normalerweise schwarz, um Strom zu sparen, und sprang erst an, wenn der Bewegungssensor erkannte, dass der Arm hochgehoben wird. Für die Funktion setzt Apple bei der „Series 5“ der Uhr ein neues Display ein, das weniger Strom verbraucht. Die Batterie soll damit 18 Stunden halten. Die Uhr bekommt auch einen Kompass. Die Notruf-Funktion funktioniert nun in allen Ländern. Die Alu-Gehäuse werden aus Recycling-Aluminium hergestellt. Erstmals gibt es Gehäuse aus Titan und wieder auch aus Keramik. Die neuen Uhren kommen ebenfalls am 20. September auf den Markt.

Apple behält auch die Series 3 aus dem Jahr 2017 im Programm und verkauft sie nun für 229 € – das ist der bisher günstigste Preis für eine Apple Watch. Komplettiert werden die Neuheiten mit einem aufgefrischten Einstiegs-Modell des iPad-Tablets, das unter anderem einen etwas größeren Bildschirm bekam. Apple setzt sonst verstärkt auf Abo-Modelle wie den Streaming-Dienst Apple TV+ oder das Spiele-Abo Arcade. Das soll Unabhängigkeit von den iPhone-Verkäufe bringen, die zuletzt zurückgingen. dpa

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Streaming für fünf Euro im Monat

Neue Details gibt es auch zu den Diensten. So unterbietet Apple mit dem Preis seines Videostreaming-Angebots Rivalen wie Netflix. Apple TV+ wird in Deutschland 4,99 € im Monat kosten. Erste Exklusiv-Produktionen sollen am 1. November in mehr als 100 Ländern verfügbar sein.