Ludwigshafen / dpa Der Konzern streicht seine Jahresprognose zusammen. Im zweiten Quartal sinkt der Umsatz um 4 Prozent.

Der Chemiekonzern BASF wird pessimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Wegen der sich eintrübenden Weltkonjunktur und anhaltender Handelskonflikte werde der Umsatz 2019 gegenüber dem von 2018 zurückgehen, teilte das Unternehmen mit. Bisher war ein Plus von 1 bis 5 Prozent angepeilt worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen werde um bis zu 30 Prozent zurückgehen. Eigentlich war ein Anstieg zwischen 1 und 10 Prozent erwartet worden. Der Aktienkurs sackte zwischenzeitlich um mehr als 5 Prozent ab.

Die deutlich schwächer als erwartete globale Industrieproduktion belaste die Mengen- und Margenentwicklung, hieß es zur Erklärung. BASF verwies insbesondere auf die besonders stark ausgefallenen Wachstumseinbußen in der Automobilindustrie, insbesondere in China, auf die wetterbedingt schwache Entwicklung des Agrarsektors in Nord­amerika und die Konflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern. Sie hätten sich anders als angenommen bislang nicht entschärft.

Der Umsatz ist im zweiten Quartal um 4 Prozent auf 15,2 Mrd. € gesunken. Das Ebit vor Sondereinflüssen sank um 47 Prozent auf 1,0 Mrd. €. Bis Ende 2021 sollen weltweit 6000 der 122 000 Stellen wegfallen. dpa

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