Frankfurt/Main / dpa Ex-Chef Braun soll vor Insolvenzantrag Aktien verkauft haben.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin verdächtigt Ex-Wirecard-Chef Markus Braun des unerlaubten Insiderhandels. Er habe am 24. Juni, einen Tag, bevor Wirecard den Insolvenzantrag gestellt hat, Wirecard-Aktien im Volumen von 6,6 Millionen Euro verkauft.

Den Verdacht habe sie der Staatsanwaltschaft München angezeigt, teilte die Bafin mit. Braun wies den Vorwurf über seinen Anwalt zurück.

Weitere Aktienverkäufe von Braun werden der Bafin-Sprecherin zufolge ebenfalls geprüft. Braun war am 19. Juni zurückgetreten, später kündigte Wirecard seinen Anstellungsvertrag außerordentlich. Braun war mit seiner MB Beteiligungsgesellschaft lange der größte Einzelaktionär des Unternehmens, verkaufte aber mit dem Kursabsturz infolge der mutmaßlichen Luftbuchungen nach und nach den größten Teil seiner Aktien. dpa