Boulogne-Billancourt / dpa Zum ersten Mal seit 2009 schreibt das Unternehmen Verluste.

Renault ist erstmals seit zehn Jahren in die roten Zahlen gerutscht und will nun massiv sparen. Die Kosten sollen um mehr als 2 Mrd. € sinken, ein Plan dafür ist im Mai geplant, sagte Interimschefin Clotilde Delbos. Dabei stehen auch Fabriken in Frankreich und in der ganzen Welt auf dem Prüfstand: „Wir haben kein Tabu, wir schließen nichts aus.“ Der Sparplan soll in Grundzügen noch vor der Ankunft des Italieners Luca de Meo verkündet werden. Der frühere Seat-Chef wird seinen Posten als Generaldirektor bei Renault am 1. Juli antreten.

Der Fehlbetrag betrug im vergangenen Jahr 141 Mio. € nach einem Jahresüberschuss von 3,3 Mrd. € im Jahr 2018. Der Umsatz  sank um 3,3 Prozent auf rund 55,5 Mrd. €. Zuletzt hatte es 2009 rote Zahlen gegeben. Der Verlust beruht teilweise auf einem kräftig gesunkenen Beitrag des kriselnden Partners Nissan. dpa