Verbraucherschützer kritisieren Pläne von Wirtschaftsauskunfteien für Datenbanken über Kunden von Strom- und Gasversorgern. Die Unternehmen könnten die Vertragsangaben nutzen, um Kunden abzulehnen, die häufig den Lieferanten wechselten, um sich günstige Preise zu sichern, sagte Barbara Saerbeck vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Verbraucherschützer erhielten schon jetzt immer wieder Beschwerden von Kunden, die von Schwierigkeiten beim Wechsel berichteten.

NDR und „Süddeutsche Zeitung“ hatten berichtet, die Auskunfteien Schufa und Crifbürgel entwickelten Datenbanken, in denen branchenweit Vertragsdaten möglichst vieler Kunden gespeichert werden sollten. Nach Angaben der Schufa sollen die Informationen Versorgern helfen, auch Verbrauchern ohne ausreichende Bonität einen Vertrag anbieten zu können. dpa