Ein Wohnungsbesitzer, dem auf dem Parkplatz der Wohnanlage ein Ast aufs Auto fällt, kann wegen des Schadens nicht die Eigentümergemeinschaft zur Kasse bitten. Das hat der Karlsruher Bundesgerichtshof (BGH) in einem Fall aus Berlin entschieden (Az. V ZR 43/19)

Die Wohnungseigentümer hatten 2014 einen Dienstleister beauftragt. Dieser sollte die Bäume einmal im Jahr kontrollieren. Das machte er auch im Januar 2016. Im Mai brach von einer Platane auf dem Grundstück ein großer Ast ab und stürzte auf das Auto der Klägerin. Sie forderte deswegen von den anderen Wohnungseigentümern rund 6650 € – vergeblich.

Die Eigentümergemeinschaft sei dafür generell nicht zuständig, urteilten die obersten Zivilrichter. Die Frau könne aber die Firma verklagen, die für das Beschneiden der Bäume zuständig war. dpa