Genf / dpa Scheidender Chef Azevêdo fordert Vorbereitung auf Krisen.

Die Welthandelsorganisation (WTO) muss nach Überzeugung ihres scheidenden Generaldirektors Roberto Azevêdo deutlich agiler werden. Sein Rat an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger: „Sorgen Sie dafür, dass die Mitgliedsländer verstehen, dass sie schnell handeln müssen. Der Luxus der Zeit ist nicht auf unserer Seite.“

Die Welt erlebe wegen der Coronavirus-Pandemie „die größte Rezession in Friedenszeiten“, sagte Azevêdo. Der Reflex sei, zunächst die eigene Umgebung zu schützen, das eigene Land, die engsten Partnerländer. Das sei nicht immer die Reaktion, die nötig sei, wenn eine Krise die ganze Welt betreffe.

Die Länder müssten sich bereits jetzt auf die nächste Krise vorbereiten, sagte Azevêdo. Sie müssten einen Mechanismus finden, der automatisch dafür sorge, dass in einer Krise allen geholfen werde. dpa