Stuttgart / Roland Muschel Ökologische Lebensmittel halten laut Untersuchungen des Landes in der Regel, was sie versprechen.

. Gute Nachrichten für Konsumenten ökologisch erzeugter Lebensmittel: Bei Stichproben stießen die Experten der vier Chemischen- und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs nur in Ausnahmefällen auf Verbrauchertäuschungen. Das geht aus dem sogenannten Öko-Moni­toring-Bericht des Landes hervor, den Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) am Mittwoch vorgestellt hat.

Demnach lag die Beanstandungsquote wegen überhöhter Pflanzenschutz-Rückstände bei frischem Bio-Gemüse und -Obst bei lediglich 1,5 Prozent. Bei verarbeiteten Produkten  wie getrockneten Bio-Gewürzen stieg die Quote der Beanstandungen dagegen gegenüber dem Vorjahr leicht von 2,2 auf 2,6 Prozent. Damit liege man aber immer noch im Rahmen der vergangenen Jahre, betonte Hauk. Insgesamt könne er sagen: „Wo bio drauf steht, ist auch bio drin. Unsere Öko-Landwirte verdienen das Vertrauen der Kunden völlig zu Recht.“ In den wenigen Problemfällen habe die Branche zudem schnell reagiert. Dass die Beanstandungen in den vergangenen Jahren in der Tendenz rückläufig sind, führt Hauk auch auf den Überwachungsdruck zurück.

Baden-Württemberg ist nach eigenen Angaben europaweit die einzige Region mit einem ein Ökomonitoring von Lebensmitteln. Es gibt rund 4500 Öko-Betriebe, die 13,2 Prozent der landwirtschaftliche Fläche ökologisch bewirtschaften.

Die Landesregierung setzt auf ein starkes Wachstum der Branche: Das geplante Biodiversitätsgesetz zum „Schutz der Insekten in Baden-Württemberg“ sieht vor, den Anteil der Öko-Landwirtschaft bis 2030 auf 30 bis 40 Prozent auszubauen. In der Zeit soll der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel um 40 bis 50 Prozent der bisherigen Menge reduziert werden. rol