Berlin / Corona-Krise trifft deutsche Standorte laut Umfrage massiv. 

Umsatzeinbrüche, Probleme bei Lieferketten, weniger Investitionen, Reisebeschränkungen: Die Corona-Krise hat erhebliche Folgen für das Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen. 43 Prozent der Firmen sehen sich gezwungen, Stellen zu streichen. Das ergab eine Sonderumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK).

2021 drohe ein „großer Aderlass“ an deutschen Standorten im Ausland, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Zu rechnen sei mit einem Rückgang von 200 000 Jobs. Der Aderlass im Ausland könnte vor allem bei exportstarken Unternehmen auch Arbeitsplätze an deutschen Standorten gefährden. Nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen beschäftigten deutsche Firmen im Ausland im Jahr 2018 rund 7,9 Millionen Menschen weltweit. In vielen Ländern fehlten staatliche Unterstützungsmaßnahmen, insbesondere Kurzarbeitergeld. dpa