Heidenheim / pm Der Forschungs- und Innovationsausschuss der IHK Ostwürttemberg befasst sich mit der Weiterentwicklung des ehemaligen WCM-Areals in Heidenheim und weiteren Zukunftsthemen.

Der Forschungs- und Innovationsausschuss der IHK Ostwürttemberg tagte diesmal im „Dock 33“ in Heidenheim. Auf der Tagesordnung des Treffens, bei der auch Vorstandsmitglieder der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg zu Gast waren, standen die Weiterentwicklung des ehemaligen WCM-Areals zum Leibniz-Campus der Stadt Heidenheim sowie der Wissens- und Technologietransfer in der Region. Dass Unternehmen sich vernetzen, ist für den Ausschussvorsitzenden und Geschäftsführer der Firma Gaugler & Lutz, Dominic Lutz, von besonderer Bedeutung: „Damit Unternehmen innovativ bleiben, bedarf es neuer Technologien und Kooperationen. Dazu brauchen sie Angebote und auch Orte für die Vernetzung.“

Vernetzung erfolgsentscheidend

Diese Meinung teilte Christian Wiedmann, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg und Geschäftsführender Gesellschafter der nowinta Immobilien GmbH in Wasseralfingen: „Vernetzung und Kooperation sind mit entscheidend für den Unternehmenserfolg. Die Wirtschaftsjunioren sind ein Netzwerk, in dem junge Fach- und Führungskräfte Wissen aufbauen und weitergeben können.“ Als einen solchen Ort der Vernetzung stellte Johannes Schenck, Leiter der Wirtschaftsförderung Heidenheim und Geschäftsführer der Dock 33 Heidenheim GmbH, den Leibniz-Campus Heidenheim vor. Dieser habe sich aus dem ehemaligen WCM-Areal entwickelt. Hier gebe es mit dem Co-Working-Space Dock 33 und dem künftigen Standort des Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg (digiZ) Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Gründer und etablierte Unternehmen. „Mit dem Dock 33 und dem digiZ entwickeln wir die Gründer- und Innovationskultur in Heidenheim weiter und vervollständigen den über die letzten Jahre auf dem WCM-Gelände gewachsenen Lern- und Lehrbezirk aus Zukunftsakademie und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg“, so Schenck.

Wie die IHK Ostwürttemberg Unternehmen durch Wissens- und Technologietransfer unterstützt, zeigte der Projektbeauftragte Markus Hofmann auf. Durch das Initiieren und Koordinieren von Kooperationen, das Informieren zu innovationsrelevanten Fördermitteln und durch ein profundes Technologiescouting helfe die IHK vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bei der Steigerung ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Durch ihre starke Vernetzung könne die IHK Ostwürttemberg auf zahlreiche Expertisen von Partnern innerhalb und außerhalb der Region zugreifen. Vor allem habe sie aber auch den Zugang zu den Unternehmen und könne diese Expertisen in die regionale Wirtschaft tragen. „Mit dieser kostenlosen Dienstleistung geben wir den Unternehmen in Ostwürttemberg neuen Input und damit Anreize für Projektideen“, verdeutlichte Hofmann.

Eine besondere Expertise und ein Zukunftsthema, das für den Technologietransfer in der Praxis eine wichtige Rolle spielt, stellte Christian Kunz, Leiter Robotik, Forschung und Entwicklung bei der Firma August Mössner in Eschach vor. Dort löst man Säge-, Schnitt- und Prüfaufgaben für die Kunden mit automatisierten Sondermaschinen. In seinem Vortrag zeigte Kunz die Projektierung einer Roboterzelle vom ersten Schritt der Konzeption bis zur Inbetriebnahme und wies auf die Möglichkeiten von Automatisierungstechnologien bei der Effizienzsteigerung hin. Außerdem informierte Prof. Dr. Alice Kirchheim von der Hochschule Aalen über das Projekt „5G – trAAffic“, in dem Lösungsansätze und Konzepte entwickelt werden, die mittels 5G die Zukunft der Mobilität in der Stadt Aalen prägen sollen.

Neuer Straßenname am WCM-Areal Vergisst Heidenheim seine vergangene Größe?

Am Heidenheimer WCM-Areal gibt es einen neuen Straßennamen. Der Heimat- und Altertumsverein kritisiert die Namenswahl. Diese Alternative hätten die Mitglieder besser gefunden:

Aus Wirtschaft und Wissenschaft

In der konstituierenden Sitzung des Forschungs- und Innovationsausschusses der IHK Ostwürttemberg am 27. Juni 2017 wurde Dominic Lutz, Geschäftsführer der Gaugler & Lutz GmbH & Co. KG in Aalen-Ebnat, einstimmig als Vorsitzender gewählt. Das ehrenamtliche Gremium mit seinen 23 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft wird sich zukünftig mit regional bedeutenden Themen zu Forschung, Innovation und Technologieförderung beschäftigen.