Giengen / rei Ein Mieter ist aus Platzgründen umgezogen, ein neuer kam rein in das als Gründerzentrum fungierende historische Bahnhofsgebäude in Giengen.

Ein noch junger Zuzug veranlasste Giengens Oberbürgermeister Dieter Henle sowie Vermieter Andreas Adldinger zu einem Besuch im Bahnhofsgebäude. Seit November 2019 zählt Alperen Karaca mit seinem Start-up Karaca Consulting zu den Mietern im Gründerbahnhof Giengen.

 „Ich freue mich, dass Sie so engagiert und hoch motiviert hier arbeiten“, lobte der Oberbürgermeister das junge Team. Auch Andreas Adldinger bezeichnete die Situation als vielversprechend: „Kern unserer Strategie mit der städtischen Wirtschaftsförderung ist ja, Gründern einen Start mit geringen Hürden und kurzfristigen Verträgen zu bieten. Aus dieser Position heraus kann man sich am besten entwickeln.“

Ein Büro frei

Aktuell ist ein Büro im Bahnhof frei, da die Carbonauten GmbH dem Gründerbahnhof entwachsen und ins Giengener Ried umgezogen ist. „Auf solche Erfolgsgeschichten setzen wir auch in Zukunft“, so der Rathauschef. „Die Unterstützung von Gründern zählt zu den wichtigsten Disziplinen unserer Wirtschaftsförderung.“ Interessenten finden in Patrick Zembrod im Giengener Rathaus den richtigen Ansprechpartner. Kontakt: 07322 952-2255, patrick.zembrod@giengen.de.

Gestartet war der neue Mieter 2018 mit einer Beratung für Jungunternehmer in den Bereichen Network-, Affiliate- und Online-Marketing. Mittlerweile hat sich Alperen Karaca, der sein Unternehmen (noch) nebenberuflich betreibt, auf den Bereich Empfehlungsmarketing konzentriert: „Wir arbeiten als internationales Team unter anderem mit Partnern in Schweden, Holland und Frankreich“, so Karaca, der gerne von anderen lernt: „Unternehmer wie unseren Vermieter Andreas Adldinger sehe ich klar als Vorbilder. Und das Büro im Gründerbahnhof ist tatsächlich ein kleines Paradies.“

Zur Geschichte des Gründungszentrums: 2017 hatte die Bahn erklärt, dass sie das Bahnhofsgebäude nicht mehr benötige. Es ist denkmalgeschützt und stammt aus dem Jahr 1875. Kurz vor Jahresende 2017 ging der Verkauf an den Bauunternehmer Andreas Adldinger über die Bühne. Knapp ein Jahr später, im September 2018, wurde es mit seinen drei Büroräumen als Gründerzentrum vorgestellt.

Erste Arbeiten sind jetzt erledigt, sodass am Donnerstag im historischen Gebäude Einweihung gefeiert werden konnte. Im zweiten Schritt soll Gastronomie im Erdgeschoss einziehen.

Bauunternehmer Andreas Adldinger hat das denkmalgeschützte Gebäude erworben und möchte den Raum jungen Unternehmern zur Verfügung stellen. Im Erdgeschoss könnte ein Bistro entstehen.