Im Rahmen einer virtuellen Fachtagung berichtete der Feuerwehrausstatter Ziegler über Aspekte der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger für den Betrieb von Feuerwehrfahrzeugen.

Die allgemeine Energiewende führt zu Evolutionen in nahezu allen Lebensbereichen, so Ziegler. Insbesondere der Mobilitätssektor werde zunehmend von neuartigen Antriebskonzepten geprägt. Neben Fahrzeugen des Personen- und Gütertransports stünden auch Feuerwehrfahrzeuge im Fokus dieses Wandels. Bereits 2012 sammelte Ziegler mit der Vorstellung des ersten vollelektrisch angetriebenen Tunnelrettungsfahrzeugs Merkur erste Erfahrungen im Bereich alternativer Antriebe.

Betrieb ohne lokal schädliche Emissionen

An diese Erfahrungen knüpfe Ziegler mit der Untersuchung des praktikablen alternativen Antriebs von Löschfahrzeugen an. Das erklärte und langfristige Ziel sei eine verlässlich einsetzbare Technologie- und Strategielösung mit einem Betrieb ohne lokal schädliche Emissionen. Die Kernherausforderung seien die hohen Leistungsanforderungen, die Sicherstellung eines lang andauernden Betriebs und eine schnelle Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Darüber hinaus sei für jede technologische Lösung ein entsprechendes Sicherheitsniveau zu gewährleisten.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzt Ziegler auf eine pragmatische Vorgehensweise und beschäftigt sich schon frühzeitig mit Energieträgern, deren Potenziale hoch sind. Eine Lösung könnte Wasserstoff sein, denn ein entsprechender Trend zeichne sich im Nutzfahrzeugbereich ab.

Ein lokal vollständig emissionsfreier Betrieb, kurze Tankzeiten und die Deckung des Leistungsbedarfs scheinen damit in greifbare Nähe zu rücken. Der sicherheitstechnischen Betrachtung gelte ein besonderes Augenmerk. Ziegler kooperiert dazu mit der Universität Wuppertal. Der Lehrstuhl hat in einem Pilotprojekt bereits Vorerfahrungen mit elektrisch betriebenen Feuerwehrfahrzeugen gesammelt.