Bier und Brot sind zwei kulinarische Kulturgüter mit langer Geschichte. Während schon die Sumerer vor 5000 Jahren das erste Bier brauten, waren es die alten Römer, die Hefe gezielt herstellten. Das brachte im Mittelalter den Beruf des Hefners in den Brauereien hervor, der die Hefe pflegte und vermehrte. Mit ihr wurde das Bier gebraut und das Brot gebacken.

Während heute beide Branchen getrennt voneinander agieren, hatte die schwäbische Unternehmerin Christiane Majer-Allgeier, geschäftsführende Inhaberin der Königsbräu Brauerei in Oggenhausen, beschlossen, ganz neu zu vereinen, was schon so lange zusammengehört: „Zu einer zünftigen Brotzeit gehört für viele ein Bier, warum also nicht, wie einst auch, eine Brotmischung entwickeln, die mit Bier gebacken wird“, dachte sich die kreative Geschäftsfrau, die bereits in siebter Generation das Familienunternehmen leitet. Mit der Idee, das Beste aus beiden Welten kulinarisch zu verschmelzen, trat sie an Christina Benz, Geschäftsführerin der Heidenheimer Benzmühle, heran.

Hefe verbindendes Element

 „Wir sind beide Unternehmerinnen, die gerne Neues ausprobieren, sich weiterentwickeln und den Kunden innovative Produkte anbieten wollen. Da wir uns schon länger kennen, gab es den Gedanken einer Zusammenarbeit schon früher. Doch erst in den letzten Monaten war Zeit für die Entwicklung“, erzählt Christiane Majer-Allgeier. „Die Hefe ist das verbindende Element“, ergänzt Christina Benz, die die Idee begeistert aufgegriffen hat.

Entsprechend galt es für die beiden Frauen eine Hefe zu finden, die für ihre neue Brot- und Bier-Brotbackmischung geeignet ist. „Wir sind in der 13. Generation mit unserer Mühle tätig. Für uns ist es immer wieder ein persönlicher Ansporn, für unsere Kunden neue Köstlichkeiten zu entwickeln“, erzählt die Benzmühle-Geschäftsführerin. Entsprechend war die Begeisterung auch bei den involvierten Mühlen-Mitarbeitern groß, mit verschiedenen Hefe- und Getreidesorten so lange zu experimentieren, bis beide Unternehmerinnen ganz zufrieden mit dem Ergebnis waren.

Ausgewogener Geschmack

 „Uns war wichtig, eine Backmischung herzustellen, die in ihrem Geschmack so angelegt ist, dass sie einen ausgewogenen Genussmoment darstellt und gleichzeitig in ihrer Konsistenz auch für Laien gut zu backen ist“, erläutern die beiden. Natürlich darf das Bier dabei nicht fehlen. Er ist ein Synonym für gemütliche Stunden der Geselligkeit. „So spricht natürlich nichts dagegen, das Bier nicht nur für das Brot zu verwenden, sondern es auch dazu zu genießen“, fügt Christiane Majer-Allgeier schmunzelnd an.

Selber Brot backen

Die Brotbackmischung ist vor allem für die Menschen gedacht, die den Prozess des Brotbackens einmal selber genießen wollen, um des Prozesses Willen.

Es gehören in diese 500-Gramm-Brotmischung auch 350 Milliliter der Königsbräu-Bierspezialität. „Es ist aber auch kein Problem, eine ganze Flasche zu verwenden und hier mit den verschiedenen Biersorten zu experimentieren, was noch mal eine eigene Note reinbringt, aber immer lecker ist“, ergänzen die Frauen. Das Ganze wird zehn Minuten in einer Schüssel geknetet, dann lässt man den Teig drei Stunden ziehen, im Anschluss wird er ohne weiteres Kneten in Form gebracht, und im vorgeheizten Backofen 50 Minuten gebacken. Fertig ist das Bier-Brot zum Verzehr. Dabei ist das Brot nicht nur für den eigenen Tisch gedacht, sondern auch als pfiffige Geschenkidee mit lokalem Charakter, wie die wertigen und umweltbewussten Verpackungstüten verdeutlichen.

Erhältlich an verschiedenen Stellen


Erhältlich ist die Brotbackmischung in der Kunstmühle Benz, Mühleweg 8, in Heidenheim und bei der Königsbräu Brauerei in Oggenhausen und in zahlreichen Getränkemärkten.