Heidenheim / pm Volksbanken und Raiffeisenbanken im Kreis verzeichnen unterdessen ein betreutes Kundenvolumen von nahezu fünf Milliarden Euro. Sorge bereitet die andauernde Niedrigzinsphase.

Die genossenschaftliche Bankengruppe im Kreis Heidenheim mit der Heidenheimer Volksbank, der Volksbank Brenztal und der Raiffeisenbank Steinheim befindet sich weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs und baut ihren Vorsprung als führende regionale Bankengruppe im Kreis weiter aus.

Nach den aktuell vorliegenden Zahlen konnte laut Pressesprecher Jürgen Pröbstle ein überdurchschnittliches Wachstum in allen relevanten Bereichen erreicht werden. Dies spiegelt sich beispielsweise in der Kreditvergabe wider, denn mit einem Volumen aus bilanziellen und außerbilanziellen Krediten von 1,7 Milliarden Euro sind die Genossenschaftsbanken die größten Kapitalgeber im Kreis Heidenheim.

Auch auf der bilanziellen Einlagenseite ist das Volumen mittlerweile auf über 1,7 Milliarden Euro gestiegen. Aber dieses Ergebnis sorgt durch den zu zahlenden Negativzins für den Einlagenüberschuss für einige Sorgenfalten.

Kundenvermögen wächst

Da sich auch die außerbilanziellen Anlagen (wie zum Beispiel Aktien) der genossenschaftlichen Kunden mit einer Steigerung von gut 100 Millionen Euro sehr positiv entwickelt haben, konnte beim betreuten Kundenvermögen mit über 3,1 Milliarden Euro ein neuer Höchststand erreicht werden. Die Steigerung betrug insgesamt 254 Millionen Euro oder acht Prozent. Dabei wurden von den Genossenschaftsbanken im Kreis Heidenheim im Jahr 2019 Wertpapiere mit einem Gesamtvolumen von über 280 Millionen Euro gehandelt.

Da sowohl Kredite als auch Einlagen deutlich gesteigert wurden, hat auch das gesamte betreute Kundenvolumen mit 4,865 Milliarden Euro einen neuen Rekordstand erreicht. Das Ziel für 2020 heißt nun, in diesem Bereich die 5-Milliarden-Euro-Hürde anzupeilen.

Problem Negativzins

In den genossenschaftlichen Häusern im Kreis ist man insgesamt zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen, denn „mit dem genossenschaftlichen Beratungsansatz haben wir das richtige Mittel für die finanzielle Betreuung unserer Mitglieder und Kunden an der Hand“, so Jürgen Pröbstle. Weiterhin Sorge bereitet den Genossen, wie allen anderen Banken allerdings auch, die Negativzinsphase, die immer mehr zur großen finanziellen Belastung für die Finanzinstitute wird. Aber man ist sich sicher, mit Kostendisziplin und einer Steigerung der Dienstleistungserträge die Lücke, die durch den zurückgehenden Zinsüberschuss entsteht, zumindest teilweise schließen zu können.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Die genossenschaftliche Bankengruppe im Kreis Heidenheim:

Kreditvergabe 1,7 Milliarden Euro, davon bilanzielle Kredite 1,5 Milliarden Euro; bilanzielle Einlagenseite: 1,7 Milliarden Euro; außerbilanzielles betreutes Kundenvermögen: 3,1 Milliarden Euro; gesamtes betreutes Kundenvolumen: 4,8 Milliarden Euro; Gesamtvolumen des Wertpapierhandels: 280 Millionen Euro.