Stuttgart/Koblenz / lsw Die grundsätzliche Quarantäne-Pflicht für Menschen aus den ­­ Nicht-Schengen-Ländern fällt weg.

Die Landesregierung hat weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen angekündigt. Wer aus Staaten außerhalb des Schengenraums, also außerhalb Europas, nach Baden-Württemberg einreist, muss nicht mehr grundsätzlich in Quarantäne. Das erklärte die Corona-­Lenkungsgruppe am Mittwochabend in Stuttgart. Nach Angaben eines Regierungssprechers der grün-schwarzen Regierung soll dies von diesem Freitag an gelten. Die Quarantäne soll es nur noch dann geben, wenn ein Mensch aus einem Land einreist, das mehr als 50 Infektionen mit Corona pro 100 000 Einwohner aufweist.

Ausnahmen seien aber auch dann für bestimmte Berufsgruppen möglich, zum Beispiel für Lastwagenfahrer, erklärte die Lenkungsgruppe. Für Einreisen aus den EU-Ländern sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien nach Baden-Württemberg war die zweiwöchige Quarantäne bereits Mitte Mai aufgehoben worden.

Zudem gab die Lenkungsgruppe intensivere Kontrollen durch Behörden von Sammelunterkünften bekannt, in denen Baustellenarbeiter untergebracht sind. Ziel sei es, dort Infektionsherde zu vermeiden.

Reisebusse sollen ab dem 15. Juni wieder fahren dürfen. Dazu erarbeiteten das Verkehrs- und das Sozialministerium ein Hygienekonzept.

Die Bundespolizei kündigte unterdessen ein neues Formular an, das den Übertritt für Grenzgänger zwischen Deutschland und Frankreich erleichtern soll. Den Vordruck könne man sich im Internet auf der Seite der Bundespolizei herunterladen, das Formular solle man ausgefüllt mit sich führen. Zur Einreise nach Deutschland brauche es weiterhin einen triftigen Grund. Einreisen aus touristischen Gründen oder zum Einkaufen seien auch für die Bevölkerung im Grenzraum nicht gestattet. dpa