Freiburg / lsw Gutachter bestätigt Vorwurf der Anklage.

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg hat ein Gutachter die Vorwürfe der Anklage bestätigt. Die junge Frau sei zum Zeitpunkt des Verbrechens nach Einnahme einer Ecstasy-Tablette wehr- und hilflos gewesen, sagte der Mediziner Torsten Passie am Dienstag. Es gebe keine Hinweise, dass sie mit Sex einverstanden gewesen sei.

Es war der erste Prozesstag nach drei Monaten Pause. Um die wegen des Coronavirus geltenden Mindestabstände einhalten zu können, wird nicht mehr im Landgericht Freiburg verhandelt, sondern im großen Konzertsaal einer Freiburger Kirchengemeinde. Angeklagt sind elf Männer von 18 bis 30 Jahren wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.  dpa