Stuttgart / eb/dna Das Kabinett verabschiedet die Finanzierungsvereinbarung für den zweigleisigen Ausbau.

Das Landeskabinett hat die Finanzierung der „großen Wendlinger Kurve“ beschlossen. Mit dem zweigleisigen Ausbau des Abschnitts der Neubaustrecke Stuttgart–Ulm sei eine „zukunftsfähige Anbindung zum Neckartal sichergestellt“, teilte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) mit. Die Wendlinger Kurve war in der Planung des Gesamtprojekts Stuttgart–Ulm und des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 als mögliches „Nadelöhr“ identifiziert worden. Nun könne das Angebot im Nahverkehr ausgeweitet werden, teilte Hermann mit.

Die Finanzierungsvereinbarung für die 100 Millionen Euro Gesamtkosten sieht vor, dass sich der Verband Region Stuttgart und die Region Neckar-Alb je mit 11,25 Millionen Euro am Anteil des Landes, der 45 Millionen Euro beträgt, beteiligen. Der Bund soll 55 Millionen Euro übernehmen.

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Rivoir, bezeichnete die Einigung als erfreulich. Hermann müsse nun auch bei weiteren Streitthemen auf die anderen beteiligten Akteure zugehen.  „Der Minister muss handeln, statt mit dem Finger auf die anderen zu zeigen. Das Mikado-Spiel muss aufhören“, sagte Rivoir unserer Zeitung. Brigitte Dahlbender, Vorsitzende des BUND, teilte mit, dass der Beschluss einen „eklatanten Mangel“ des Bahnprojekts beseitige. eb/dna