Stuttgart / lsw Der britische Konzern ernennt eine neue Geschäftsführerin. Die Frankenbahn soll weiter betrieben werden.

Das Bahnunternehmen Go-Ahead bekommt eine neue Führung in Deutschland. Stefan Krispin legt seinen Posten in der Geschäftsführung zum 12. Juni nieder und gibt auch die Führung der beiden Betriebsgesellschaften in Baden-Württemberg und Bayern auf. Neue Deutschland-Chefin von Go-Ahead wird Elodie Brian, die Finanzchefin der britischen Go-Ahead-Group, an der Seite des bisherigen zweiten Geschäftsführers Charles Hodgson, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Der Wechsel in der Geschäftsführung kommt nach teils massiven Problemen auf den Strecken im Südwesten.  Go-Ahead betreibt seit einem Jahr mehrere Bahnstrecken in Baden-Württemberg und vom kommenden Jahr an auch in Bayern.

„Sowohl die Zuverlässigkeit unseres Schienenverkehrs als auch die betriebswirtschaftliche Leistung der Unternehmen entsprechen nicht den Erwartungen“, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. „Nun geht es darum, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.“

Zuletzt hatte es vor allem Ärger um die Frankenbahn gegeben, weil der Zugverkehr nach der Übernahme durch Go-Ahead dort nicht verlässlich lief. Das Verkehrsministerium hatte angekündigt, eine Übergangslösung mit einem anderen Betreiber zu suchen. Go-Ahead betonte, es wolle die Frankenbahn mit Unterstützung durch andere Anbieter weiter selbst fahren. dpa