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Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr haben begonnen

Der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr ist in sieben Städten in Baden-Württemberg angelaufen. Von den rund 6500 Beschäftigten erwartet die Gewerkschaft Verdi am Freitag eine Beteiligung von etwa 60 Prozent, wie ein Sprecher am Morgen schätzte. Demnach sind die Städte Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz von dem ganztägigen Warnstreik betroffen. Voraussichtlich werden dort alle Busse und Bahnen stillstehen.

Aktuell verhandelt Verdi in allen Bundesländern außer in Bayern parallel über bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Auch in den anderen Ländern soll es am Freitag Warnstreiks geben.

Die erste Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) war zum Wochenbeginn ohne Einigung zu Ende gegangen. KAV-Hauptgeschäftsführerin Sylvana Donath hatte die Forderungen von Verdi daraufhin in einer ersten Einschätzung «als völlig überzogen» bezeichnet. Die nächste Tarifrunde für die nach Gewerkschaftsangaben rund 6500 Beschäftigten im Südwesten soll Anfang kommender Woche stattfinden.