Zweieinhalb Wochen nach dem großen Waldbrand bei Schramberg im Landkreis Rottweil stehen die Ermittler weiter vor einem Rätsel. «Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an», sagte Fabian Herkommer vom Polizeipräsidium Konstanz.
Brandstiftung, eine Glasscherbe, eine weggeworfene Zigarettenkippe - oder doch Funkenflug? Möglicherweise wird die Ursache nie geklärt. Die Spurensuche auf 20 Hektar verbrannter und von Löschwasser durchtränkter Erde ist nahezu unmöglich.
Löschwasser zerstört Spuren
Bei einem Feuer verbrenne einfach viel, erklärt Herkommer. «Hier in diesem Fall kommt noch dazu, dass ein großer Teil des Waldes zerstört und das Erdreich durch den massiven Löschwassereinsatz beeinträchtigt wurde.» Eine objektive Spurensicherung werde dadurch deutlich schwerer. Eine Brandstiftung - fahrlässig oder absichtlich - schließt der Polizeisprecher nicht aus.
Bislang seien soweit möglich objektive Spuren gesichert worden. Zudem wurden Zeugen befragt und Fotos sowie Videos ausgewertet.
Fläche so groß wie 28 Fußballfelder in Flammen
Der Brand war am 16. August ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet. Nach Polizeiangaben waren rund 20 Hektar Wald betroffen - das entspricht einer Größe von etwa 28 Fußballfeldern. Mehrere Hundert Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, unterstützt von Spezialkräften, der Bergwacht und einem Polizeihubschrauber. Rund 25 Stunden nach dem Ausbruch war der Brand unter Kontrolle.
Nach früheren Angaben der Einsatzleitung könnte das Feuer an der Landstraße zwischen Schramberg und Lauterbach entstanden sein - damit bleiben viele Theorien offen: von einer unachtsam weggeworfenen Zigarettenkippe bis zu einem technischen Defekt an einem vorbeifahrenden Fahrzeug.
