Ein Prozess um den mutmaßlichen Mord an einem 66-Jährigen in Gundelfingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) steht vor dem Ende. Am Donnerstag (10.00 Uhr) will das Gericht laut einem Sprecher das Urteil verkünden. Der heute 48 Jahre alte Angeklagte habe sich «zuletzt noch geständig eingelassen». Der Deutsche soll seinen Bekannten im Juni vergangenen Jahres gewaltsam in dessen Wohnung getötet haben.
Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die beiden Nebenkläger-Vertreter haben dem Sprecher zufolge eine lebenslange Freiheitsstrafe sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragt. Der Verteidiger habe keinen bestimmten Antrag gestellt, aber keine besondere Schwere der Schuld gesehen. Sollte das Gericht eine besondere Schwere der Schuld feststellen, ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.
Eine Angehörige des 66-Jährigen hatte sich im Juni bei der Polizei gemeldet, weil sie den Mann nicht erreichen konnte. Daraufhin wurde der Leichnam entdeckt. Zwei Tage später nahmen unter anderem Spezialkräfte der Polizei den Verdächtigen an seiner Wohnanschrift in einer Elzacher Nachbargemeinde fest. Der damals 47-Jährige kam in Untersuchungshaft.

