Stuttgart / lsw Ein Jahr vor der Wahl profitiert die Union von der Corona-Krise. Kretschmann gewinnt an Sympathiepunkten.

Weniger als ein Jahr vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg holt die CDU in einer aktuellen Umfrage deutlich auf in der Gunst der Wähler. Die Christdemokraten haben gegenüber Mitte März sieben Prozentpunkte zugelegt auf 30 Prozent, wie aus einer Befragung von Infratest dimap für den SWR hervorgeht.

Im März kam die CDU noch auf 23 Prozent – der niedrigste Wert, den Infratest dimap jemals für die Partei in Baden-Württemberg gemessen hat. Die Grünen bleiben zwar stärkste Kraft im Südwesten, verlieren aber im Vergleich zum Vormonat 2 Punkte auf 34 Prozent.

Damit kommt die CDU dem Ziel näher, ab März 2021 mit Susanne Eisenmann die Regierungschefin zu stellen. Seit 2011 wird das Land von Winfried Kretschmann (Grüne) regiert. Der bleibt für Eisenmann ein harter Gegner – und gewinnt in der Krise noch an Sympathiepunkten. Kretschmann bekommt derzeit von 78 Prozent (+5 Punkte) der Bürger Lob für seine Arbeit. Hingegen loben nur 29 Prozent die Arbeit von Eisenmann. Nicht mal ein Jahr vor der Wahl ist sie bei 45 Prozent der Bürger unbekannt.

Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die SPD auf 11 Prozent (unverändert), die FDP auf 6 Prozent (-1), die AfD auf 12 Prozent (-2). dpa