Stuttgart / HZ Andere Bundesländer sind vorangegangen, nun zieht Baden-Württemberg nach: Gäste aus Corona-Risikogebieten dürfen nicht beherbergt werden. Die Einzelheiten:

Nach den Corona-Ausbrüchen in Gütersloh und anderen Orten haben Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern bereits Beherbergungsverbote beschlossen, Schleswig-Holstein erließ eine Quarantäneregelung. Nun zieht Baden-Württemberg nach.

Künftig ist die Beherbergung von Gästen untersagt, wenn sie aus einem Stadt- oder Landkreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen kommen. Maßgeblich ist dabei, ob die Zahl der Neuinfektionen in dem Heimatkreis in den vergangenen sieben Tagen vor der Anreise pro 100.000 Einwohner höher als 50 war.

Das Beherbergungsverbot bezieht sich nach einem Beschluss der Lenkungsgruppe Corona des Landes Baden-Württemberg auf Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze sowie auf vergleichbare Einrichtungen.

Ausnahmen gelten für diejenigen Personen, die mit ärztlichem Attest belegen können, nicht infiziert zu sein. Ebenso sind Ausnahmen möglich, wenn der Infektionsausbruch in einem Landkreis räumlich klar eingegrenzt werden kann. Das Beherbergungsverbot gilt, sobald die Verordnung vom Sozial- und vom Wirtschaftsministerium notverkündet wird.

Corona-Regeln von Pflegeheim bis Sport Baden-Württemberg vereinfacht Corona-Einzelverordnungen

Die Lenkungsgruppe Corona des Landes Baden-Württemberg hat am Mittwoch weitere Vereinfachungen in der Corona-Verordnungs-Struktur beschlossen. 14 Verordnungen entfallen. Zudem gibt es weitere Lockerungen.

Wer nach Baden-Württemberg einreist, muss nicht mehr automatisch 14 Tage in Quarantäne. Doch es gibt eine Liste an Ländern, für die das nicht gilt. Auf dieser stehen auch die Türkei oder Russland. Der Überblick: