Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs warnt der Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, der Tübinger Landrat Joachim Walter (CDU), davor, bei der Digitalisierung der Schulen allein auf Schnelligkeit zu setzen. „Allein die Tatsache, dass jeder Schüler ein Smartphone oder Tablet besitzt, sorgt noch lange nicht für besseren Unterricht. Wir müssen aufpassen, dass sich nicht die Pädagogik der Technik anpasst, sondern umgekehrt“, sagte Walter dieser Zeitung. Die Schulträger vor Ort müssten daher darauf achten, dass sie „nicht vorschnell irgendwelche Gerät“ beschaffen würden. „Wir brauchen zwingend Konzepte, wie und mit welchen Geräten wir die Lerninhalte vermitteln können.“

Die Schulträger haben von Bund und Land Mittel für eine bessere IT-Ausstattung erhalten. Die Landkreise sind für die Berufsschulen zuständig.

„Wir drücken auf die Tube. Wir haben auf Kreisebene Eilentscheidungen getroffen, um den Kauf schnell möglich zu machen“, versicherte Walter. Schließlich habe Corona die Defizite bei der Digitalisierung deutlich aufgezeigt. „Jetzt müssen wir die Mängel schnell beseitigen, aber nicht so schnell, dass das Kosten der Qualität ginge. Wenn wir jetzt schnell falsche Lösungen implementieren, wäre damit auch niemandem geholfen.“ rol