Tübingen / Tübinger Abgabe auf Verpackungen soll jetzt erst 2022 kommen.

Es sollte ein bundesweites Vorzeigemodell werden – nun muss die Tübinger Verpackungssteuer ein Jahr warten. Die Abgabe soll erst zum 1. Januar 2022 eingeführt werden. Das hat der Gemeinderat der Stadt am Montagabend entschieden.

Eine hauchdünne Mehrheit von 21 zu 20 Stimmen folgte dem Antrag der SPD-Fraktion, die den wegen der Corona-Krise gebeutelten Gastronomen Zeit zur Erholung verschaffen  will. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) stimmte dagegen – er hatte zuvor als Kompromiss eine Verschiebung um nur ein halbes Jahr vorgeschlagen, war damit aber knapp gescheitert.

Tübingen hatte als erste Kommune bundesweit eine Steuer auf Einweg-Verpackungen einführen wollen. Sie soll dazu dienen, den Müll im öffentlichen Raum zu reduzieren. st/eb