Der Forscher Jörg Fegert vom Universitätsklinikum Ulm leitet im Auftrag der Europäischen Kommission gemeinsam mit einer französischen Kollegin eine EU-Expertengruppe zum in Brüssel diskutierten Social-Media-Verbot. Der ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie berät gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen über mögliche Online-Schutzmaßnahmen für Minderjährige.
Die Empfehlungen der Fachleute könnten auch für die deutsche Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder entscheidend sein. Denn wer digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die Online-Plattformen kaum herum.
Tiktok, Snapchat, Instagram und Co. Regeln vorzuschreiben und sie durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der EU-Kommission. Deutschland und andere Mitgliedsländer dürfen den großen Plattformen allein also gar keine zusätzlichen Pflichten, etwa zur Alterskontrolle, auferlegen.
Spätestens im Sommer sollen die Experten aus verschiedenen Disziplinen - darunter Kinderrechte, Gesundheit und IT - Vorschläge für Schutzmaßnahmen vorlegen, wie die Europäische Kommission mitteilte.

