Stuttgart / lsw FDP-Fraktionschef kritisiert Krisenmanagement.

Der FDP-Fraktionschef im Landtag, Hans-Ulrich Rülke, wirft der Landesregierung vor, die Auflagen während der Corona-Krise zu spät gelockert zu haben. Es habe sich bereits im April abgezeichnet, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde und die Zahl der Infektionen zurückging, sagte Rülke im SWR-Sommerinterview. „Da kann man schon darüber nachdenken, ob Maßnahmen, die ökonomische Kosten haben, [...] noch angemessen sind.“ Die Schulen seien zu spät geöffnet worden, die Wirtschaft hätte früher unterstützt werden müssen.

Rülke äußerte erneut Zweifel an der bundesweiten Maskenpflicht: Der Mund-Nasen-Schutz habe zwar seine Funktion, „aber man kann den Menschen schon zutrauen, verstanden zu haben, dass Abstand halten Sinn macht“. Zuvor hatte Baden-Württembergs Einzelhandel ein freiwilliges Tragen ins Spiel gebracht. dpa