Stuttgart / lsw Statistiker rechnen aufgrund des Steinkohleersatzes mit weiterem Rückgang der belastenden Emissionen.

Die Treibhausgas-Emissionen in Baden-Württemberg sind 2019 stark zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts ergeben die ersten Schätzungen ein Rekordtief. Die klimaschädlichen Emissionen betrugen demnach rund 72 Millionen Tonnen – das wäre der niedrigste Wert seit 1990 (rund 89 Millionen Tonnen). Im Vergleich zu 2018 ging der Ausstoß um 6,4 Prozent zurück, sehr viel stärker als noch im Jahr davor, als er nur um 3,3 Prozent sank.

Der Großteil des Rückgangs im Jahr 2019 sei auf die Emissionsminderung bei der Strom- und Wärmeerzeugung und da vor allem auf den massiven Rückgang beim Steinkohleeinsatz zurückzuführen, hieß es beim Statistischen Landesamt.

Dagegen sei im Verkehr keine Minderung zu verzeichnen gewesen. „Der gesamte Treibhausgasausstoß im Verkehr ist 2019 nahezu konstant geblieben“, teilte die Behörde mit. Während die Emissionen im Güterverkehr leicht zurückgingen, seien die Emissionen im Autoverkehr auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die Statistiker gehen davon aus, dass sich der allgemein positive Trend auch 2020 fortsetzen wird – nicht zuletzt durch die Einschränkungen in der Corona-Pandemie.

Die Landesregierung hatte sich vorgenommen, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. dpa