Stuttgart / lsw Beamte durchsuchen Wohnungen wegen Attacken auf drei Teilnehmer einer Corona-Demo in Stuttgart.

Nach einem brutalen Angriff auf Teilnehmer einer Stuttgarter Corona-Demonstration sind am Donnerstag bei Razzien in sieben Städten Zimmer und Wohnungen von Anhängern der linken Szene durchsucht worden. Ein 21-Jähriger sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Gegen den Deutschen habe bereits ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags vorgelegen.

Die Razzien mit mehreren Hundert Polizisten stehen nach Angaben des Innenministeriums in Zusammenhang mit der Attacke auf drei Gegner der Corona-Auflagen. Das Trio war Mitte Mai auf dem Weg zu einer Kundgebung angegriffen worden, einer war dabei lebensgefährlich verletzt worden.

„In den durchsuchten Objekten wohnen überwiegend uns bekannte Anhänger der linken Szene“, sagte ein Polizeisprecher. Es seien Beweismittel beschlagnahmt worden. Ein politischer Hintergrund der Attacke war bereits nach dem Angriff auf die Demonstranten nicht ausgeschlossen worden. Die Polizei war von einem gezielten Angriff ausgegangen und hatte die unbekannten Täter im linksextremen Spektrum vermutet.

Insgesamt durchsuchten die Einsatzkräfte am Donnerstagmorgen neun Objekte in Stuttgart, Karlsruhe, Ludwigsburg und Remseck am Neckar (Kreis Ludwigsburg) sowie Tübingen, Waiblingen und Fellbach (Rems-Murr-Kreis). dpa