ZDF-Sendung

Rätsel um verschwundenen Familienvater: «XY» greift Fall auf

Seit mehr als zwei Jahren fehlt von Alexander Bohnert jede Spur. Was die Ermittler vor der TV-Ausstrahlung über den rätselhaften Fall berichten.

Nach dem rätselhaften Verschwinden eines Mannes aus dem Landkreis Rastatt greift eine Sondersendung der Fernsehreihe «Aktenzeichen XY…» den Fall auf. Der Familienvater Alexander Bohnert war im Frühjahr 2024 eines Morgens nach seiner Nachtschicht in Lichtenau zu einer Wanderung aufgebrochen. Eine Überwachungskamera hielt den Angaben nach jenen Moment fest. Seitdem fehlt jede Spur von dem damals 51-Jährigen. Das ZDF zeigt die Sendung «Aktenzeichen XY… Vermisst» am 8. Juli ab 20.15 Uhr. 

Öffentliche Fahndung mit Fotos 

Laut Polizei hatte der Mann am 3. April 2024 gegen 8.00 Uhr sein Haus verlassen. Er habe eine schwarze Wanderhose, eine schwarze Softshelljacke sowie dunkle Wanderschuhe getragen und einen Rucksack dabeigehabt. Die Polizei veröffentlichte eine Vermisstenfahndung samt Fotos. Dort heißt es: «Es ist nicht auszuschließen, dass er sich in einer hilflosen Lage befindet.»

«Bislang haben wir keine neuen Erkenntnisse», teilte ein Sprecher des Offenburger Präsidiums nun vor der Sendung mit. Es gebe keine Hinweise auf irgendeinen Ort, an dem der Gesuchte sein könnte - beziehungsweise wohin er sich begeben haben könnte. Auch fehlen den Angaben zufolge Anzeichen für ein Verbrechen oder ein mögliches Motiv. Die Vermutungen gingen dahin, dass er eventuell einen Unglücksfall hatte oder Suizid ausgeübt haben könnte. «Konkrete Hinweise aus seinem Umfeld dafür gibt es allerdings auch nicht.»

Ehefrau bemerkte nichts Auffälliges

Das Verschwinden bleibe «nach wie vor rätselhaft und ist bis dato eigentlich unerklärlich», so der Sprecher. Viele offene Fragen seien nicht geklärt worden. Der Mann sei hin und wieder nach der Nachtschicht in der näheren Umgebung spazieren gegangen, wenn er nicht habe einschlafen können. «Eine "kleine Wanderung" nach der Nachtschicht war so nichts Besonderes.» 

Als der Mann damals von der Arbeit pünktlich heimgekommen sei, habe er noch Kontakt zu seiner Ehefrau gehabt. «Ihr ist am Morgen nichts Auffälliges/Besonderes an ihrem Mann aufgefallen und sie verließ an dem Morgen für einen privaten Termin das Haus, als ihr Mann sich schlafen gelegt hatte.»

Rudi Cerne von Familien beeindruckt

Die Sondersendung «Aktenzeichen XY… Vermisst» widmet sich seit 2022 verschwundenen Menschen jeden Alters. Zuvor hatte die «XY»-Reihe, die vor allem für ungelöste Kriminalfälle bekannt ist, immer wieder Spezial-Sendungen zu vermissten Kindern und jungen Menschen gezeigt. Die Angehörigen und die Polizei setzen ihre Hoffnung in die Zuschauerinnen und Zuschauer.

«Mich berührt vor allem die Ungewissheit, mit der die Angehörigen leben müssen», sagte Moderator Rudi Cerne nach ZDF-Angaben. Es gebe keinen Abschied, keine Antworten - nur das Hoffen und das Warten. «Beeindruckend ist für mich immer wieder, wie viel Kraft viele Familien trotzdem aufbringen, um weiterzusuchen und nicht aufzugeben.»