Oppenau / lsw Räuber aus Oppenau ist noch auf der Flucht. Ermittler holen sich Tipps von Förstern und Überlebenstrainern.

Bei ihrer bisher erfolglosen Suche nach dem geflüchteten Mann im Schwarzwald setzt die Polizei jetzt auch auf die Hilfe von Überlebensexperten, Polizeipsychologen und ortskundigen Förstern. Insbesondere die Psychologen sollen sich in den 31-Jährigen hineinversetzen, um Anhaltspunkte zu seinem Verbleib zu bekommen, wie Polizeisprecher Yannik Hilger sagte. Der Gesuchte kennt sich gut in dem unwegsamen Gelände aus.

Am Sonntag hatte der Mann vier Polizeibeamte entwaffnet, bevor er in den Wald geflohen war. Nach wie vor sind zwischen 200 und 300 Polizisten an der Suche beteiligt. Die Beamten kontrollierten am Donnerstag weiter das Gebiet.

Mehr als 270 Hinweise zu möglichen Aufenthaltsorten des Gesuchten aus Oppenau sind mittlerweile eingegangen – Höhlen, alte Bunkeranlagen und verlassene Gebäude wurden daraufhin durchsucht. In einer Behörde im benachbarten Offenburg kontrollierte die Polizei zudem einen Mann, der Ähnlichkeit mit dem Gesuchten haben soll.

Ein vermeintliches „Manifest“ des Mannes stammt nach Einschätzung der Polizei aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vom 31-Jährigen. Das Schreiben ist laut Hilger derzeit für die Ermittlungen ohne Bedeutung. Nach SWR-Angaben soll ein Mann aus Nordrhein-Westfalen es 2005 verfasst haben. Dies habe er dem Sender erklärt, berichtete der SWR. dpa