Oppenau / Petra Walheim Schreiben war für den Fall gedacht, dass dem 31-Jährigen bei der Festnahme etwas zustößt.

Bei dem Brief, den der Pistolenräuber Yves R. bei seiner Festnahme im Oppenauer Ortsteil Ramsbach (Ortenaukreis) bei sich hatte, handelt es sich um ein persönliches Schreiben an seine Angehörigen. Dieses habe er „für den Fall verfasst, dass ihm bei der Flucht etwas zustoßen sollte“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Der 31-jährige Wohnsitzlose hatte am 12. Juli vier Polizisten, die ihn in einer Hütte im Wald kontrollieren wollten, die Dienstpistolen abgenommen und war in den Wald geflüchtet. Nach sechs Tagen wurde er gefasst und dabei leicht verletzt.

Laut Polizei hatte Yves R. direkt nach der Festnahme am Freitag „umfangreiche spontane Angaben“ gemacht. Demnach habe er am Tattag „in aller Eile die vier Dienstpistolen sowie das ‚Notwendigste’ eingepackt und sei in den Wald geflüchtet“. Proviant habe er nicht mitgenommen und sich deshalb vor allem von Wasser ernährt.

Er habe sich in den Wäldern um Oppenau tagsüber in Gruben und Erdlöchern versteckt. Nachts sei er unterwegs gewesen. Dass nach ihm gesucht werde, habe er durch die Polizeihubschrauber, die über Oppenau kreisten, mitbekommen. Sein Handy habe er ausgeschaltet, um nicht geortet zu werden. Auf Anraten seiner Verteidiger macht der in U-Haft sitzende Mann nun von seinem Schweigerecht Gebrauch. wal