Ruhestein / Petra Walheim Kontakt zu Besuchern soll intensiviert werden. Neu im Jahresprogramm sind Führungen auf Französisch.

„Wir möchten mehr und intensiver mit den Besuchern des Nationalparks in Kontakt treten“, sagt Pressesprecherin Franziska Schick. Deshalb hat sie mit ihrer Kollegin Anne Kobarg einen Nationalpark-Blog eingerichtet, der am Dienstag online gegangen ist. Alle 14 Tage wird eine neue Hintergrund-Geschichte oder Reportage aus dem Nationalpark Schwarzwald eingestellt, angereichert mit Videos. Besucher können dazu Kommentare schreiben. Mit dem Blog soll vor allem die junge Generation angesprochen werden.

Aktuell ist dort eine Geschichte zu lesen über das Wettermonitoring im Nationalpark. Das passt, denn in diesem Jahr fehlt bisher der Schnee. Deshalb mussten die Führungen „Mit Skiern durch den Nationalpark“ und „Spuren im Schnee“, die auch im neuen Jahresprogramm angeboten werden, bereits ausfallen. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch im Februar werden die Wanderungen durch das noch nicht vorhandene winterliche Weiß angeboten.

Das Jahresprogramm, das gestern vorgestellt wurde, enthält auch in diesem Jahr alles, was Besuchern die Natur im Nationalpark näher bringen kann: Führungen, speziell auch für Kinder, Jugendliche und Familien, Workshops, Vorträge. Neu sind Führungen in französischer Sprache. „Wir sind gespannt, wie die angenommen werden“, sagte gestern Charly Ebel, Leiter des Fachbereichs Besucherinformation.

Auch eine Führung für blinde und sehbehinderte Menschen wurde neu ins Programm aufgenommen. Bei der Führung, die nur mit einer Hilfsperson oder einem Blindenführhund möglich ist, können die Teilnehmer die Natur erspüren und einen Gebirgsbach auf seiner Reise begleiten. Daneben gibt es einige Veranstaltungen für Rollstuhl-Fahrer und junge Familien, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind.

Für Kinder, die dem Wagen gerade so entsprungen sind, ist die Führung „Wilde Entdeckungen mit den Kleinsten“ im Juni und September gedacht. Der Klimawandel ist sowieso das Dauerthema im Nationalpark. Am „Welt-Ranger-Day“ am 31. Juli wird weltweit auf die Arbeit der Ranger geblickt und derer gedacht, die bei ihrer Arbeit ihr Leben lassen mussten. „Jedes Jahr sterben weltweit bis zu 150 Ranger bei ihrer Arbeit“, sagt Charly Ebel.

Der Höhepunkt des Jahres allerdings kommt nicht im Programmheft vor. Das ist die Eröffnung des Besucherzentrums, das am Ruhestein gebaut wird. Es soll Ende dieses Jahres eröffnet werden. Petra Walheim