Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit vier deutschen Todesopfern in Namibia dauern die Ermittlungen zur Ursache weiter an. Die namibische Behörde für Flugunfalluntersuchungen teilte mit, eine wahrscheinliche Ursache für den Absturz vom 10. Mai sei bislang nicht festgestellt worden. Ermittler werteten unter anderem Wrackteile, Flugzeug- und Wartungsunterlagen sowie Wetterdaten aus. Ob Wetterbedingungen eine Rolle gespielt hätten, könne derzeit noch nicht gesagt werden.
Unter den Opfern war eine Unternehmerfamilie aus dem baden-württembergischen Bad Rappenau. Das Paar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und galt als eng mit Firmeninhaber Dieter Schwarz verbunden. Auch der Sohn des Paares kam ums Leben.
Zusammenarbeit mit deutscher Behörde
Die Behörde arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zusammen. Ein vorläufiger Bericht solle veröffentlicht werden, sobald die Informationen ausreichend überprüft seien. Endgültige Schlussfolgerungen seien erst nach Abschluss der gesamten Untersuchung möglich.
Ergebnisse der Obduktion der sterblichen Überreste des Piloten und der beiden männlichen Familienmitglieder wurden bislang nicht veröffentlicht. Auch dazu, ob die Leiche der Frau inzwischen gefunden wurde, gab es zunächst keine neuen Informationen.
Trümmerteile in der Wüste gefunden
Ersten Informationen zufolge hatte das Flugzeug, das von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet war, keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Die Trümmerteile hatte ein Suchflugzeug etwa zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der Region Hardap gefunden.
Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt gehören.

