Ein 60-Jähriger soll nach der Trennung von seiner Freundin Teile der Gasleitung im gemeinsamen Reihenhaus in Königsbach-Stein demontiert und mehrere Propangasflaschen geöffnet haben. Über Stunden strömte am Montag Gas in das Haus im Enzkreis, wie ein Polizeisprecher sagte. Bereits eine kleine Zündquelle hätte genügt, um eine Explosion mit erheblichen Schäden am Haus und den Nachbargebäuden auszulösen. Der Mann sitzt inzwischen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft.
Zuvor hatten die beiden sich am Wochenende voneinander getrennt. Bereits am Montagnachmittag hatte die Frau die Beamten informiert, dass der Verdächtige angedroht habe, sich das Leben zu nehmen. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam und brachten ihn in entsprechende medizinische Behandlung.
Als die Freundin am späten Abend dann zu dem gemeinsamen Haus zurückkehrte, bemerkte sie den Geruch des Gases und alarmierte die Feuerwehr. Am frühen Morgen des darauffolgenden Tages nahmen die Beamten den Verdächtigen dann fest. Ein Ermittlungsrichter erließ schließlich einen entsprechenden Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

