Wegen versuchten Mordes an ihrer Tochter steht eine Mutter von Mittwoch (8.30 Uhr) an vor dem Landgericht Ravensburg. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau Mitte 30 vor, im Februar am Bodensee gemeinsam mit ihrer damals vierjährigen Tochter auf die Gleise gegangen zu sein, um sich und das Kind von einem herannahenden Zug überfahren zu lassen.
Nach Angaben der Anklagebehörde soll die Mutter dabei unter einer bereits geschlossenen Bahnschranke in Friedrichshafen hindurchgegangen sein. Ihrer Tochter soll sie einen Gehörschutz aufgesetzt haben, damit diese den herannahenden Zug nicht hören konnte.
Zeugen retten Mutter und Tochter
Nur durch das Eingreifen von Zeugen konnten Mutter und Tochter demnach gerettet werden. Sie zogen beziehungsweise schoben die beiden noch rechtzeitig von den Gleisen.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, die Wehrlosigkeit ihrer Tochter bewusst ausgenutzt zu haben. Für den Prozess sind vier Verhandlungstermine angesetzt worden.
