Stuttgart / lsw Mitarbeiter melden mehr Kinder, die in akuter Gefahr sind.

Mitarbeiter von Jugendämtern haben im vergangenen Jahr in fast 2200 Fällen wegen akuter Gefahr für Minderjährige Alarm geschlagen. Das entspricht einem Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Statistische Landesamt mit. Die Experten bemerkten körperliche, geistige oder seelische Schäden oder rechneten damit.

In 1248 Fällen wurden Anzeichen für Vernachlässigung festgestellt, bei 718 Minderjährigen für körperliche und bei 761 für psychische Misshandlung. Hinweise auf sexuelle Gewalt gab es in 139 Fällen.

In Summe rückten die Mitarbeiter der Jugendämter 2018 öfter wegen des Verdachts der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen aus. Sie verschafften sich bei 13 781 jungen Menschen einen Eindruck von der häuslichen Situation. Das ist ein Plus um zwölf Prozent im Vergleich zu 2017. dpa