Bahnprojekt

Mehrere Zehntausend Menschen auf der Stuttgart-21-Baustelle

Einmal im Jahr öffnet die Baustelle von Stuttgart 21 ihre Türen für Neugierige. Wann der Bahnhof mal fertig wird, ist weiter völlig unklar. Das bremst das Interesse am Gebäude nicht.

Kelchstützen, Bahnsteige, Lichtaugen: Zehntausende Menschen haben an den drei Tagen der offenen Baustelle die Gelegenheit genutzt und den Tiefbahnhof von Stuttgart 21 besichtigt. Insgesamt hatte der Veranstalter nach eigenen Angaben jeden Tag 26.000 Tickets für die Tage der offenen Baustelle vergeben. Sind alle Ticketinhaber an den drei Tagen gekommen, hätten insgesamt 78.000 Menschen die Baustelle besucht. 

Um auf das Gelände zu gelangen, mussten Neugierige kostenfreie Tickets beim Veranstalter buchen. Nach seinen Angaben kamen am Samstag 26.000, am Sonntag weitere 28.000 Menschen auf die rund 900 Meter lange und knapp 150 Meter breite Baustelle. In diesem Jahr konnten sie auch das modernisierte historische Empfangsgebäude, den Bonatzbau, besichtigen, der im vergangenen Jahr nur von außen betrachtet, aber nicht begangen werden konnte.

Was wird da überhaupt gebaut? 

Das Projekt Stuttgart 21 steht für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnhöfe - etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen -, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelröhren, Durchlässe sowie Brücken. 

Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schließt neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 eröffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzstück von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der anders als der bisherige Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.

Unklar ist aber, wann der Bahnhof fertig sein wird. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn die für Ende 2026 geplante Teileröffnung von Stuttgart 21 verschoben. Einen neuen Termin nannte Bahnchefin Evelyn Palla bislang nicht. Derzeit läuft eine Überprüfung des Projektes, bis Mitte 2026 will die Bahn das neue Inbetriebnahmekonzept fertig haben. Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass sich die Inbetriebnahme bis 2029 oder 2030 verzögern könnte. Eine Bestätigung gab es dafür nicht.