Zwei Männer haben bei der Ostereiersuche im Garten in Vaihingen an der Enz nordwestlich von Stuttgart ein Fläschchen mit der Aufschrift «Polonium 210» gefunden. Polonium 210 sei ein potenziell tödliches Strahlengift, teilte Kreisbrandmeister Andy Dorroch mit. Zunächst seien allerdings alle Messungen im Umfeld des Fläschchens negativ gewesen. Es sei keine Radioaktivität gemessen worden. Die Männer seien unverletzt. Der Fund führte im Kreis Ludwigsburg zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei.
Ob sich in dem 50 Milliliter großen Fläschchen tatsächlich der gefährliche radioaktive Stoff befindet, sei allerdings noch unklar. Die Feuerwehr werde das Fläschchen fachgerecht verpacken. Unklar war zunächst, wer für den Abtransport zuständig war. Die Polizei wollte sich zunächst nicht äußern. Der Bereich um den Fundort wurde den Angaben zufolge weiträumig abgesperrt.
Polonium ist ein chemisches Element mit hoher Radiotoxizität und deshalb sehr gesundheitsschädlich. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder aufgrund offener Wunden über die Haut aufgenommen wird.

