Luftverkehr

Kreistag fordert neue Verhandlungen im Fluglärm-Streit

Fluglärm wegen des Zürcher Flughafens ist in Südbaden ein Dauerbrenner. Eigentlich ist die Position auf deutscher Seite klar. Warum das Thema jetzt doch wieder aufkommt.

Im Kampf gegen den Fluglärm in Südbaden hat der Kreistag in Waldshut-Tiengen Plänen für geänderte Flugrouten für den Zürcher Flughafen eine Absage erteilt. Flüge in Richtung Zürich würden dauerhaft über Südbaden geleitet, teilte das Landratsamt Waldshut mit. «Einesolche Änderung der Flugrouten zulasten der Menschen in Südbaden ist nicht akzeptabel», sagte Landrat Martin Kistler laut Mitteilung. Einige Grenzgemeinden im Kreis Waldshut liegen nur etwa 30 Kilometer von dem großen Flughafen entfernt. 

«Um den jahrzehntelangen Streit zu beenden, braucht es aus Sicht des Kreistags einen Staatsvertrag», heißt es in der Mitteilung weiter. Daher fordere das Gremium, entsprechende Verhandlungen wiederaufzunehmen. Ziel müsse es sein, die Belastungen gerecht zu verteilen.

Die deutsche Seite hatte Pläne der Schweizer schon früher gestoppt, unter anderem hatte die Bundesregierung eine Zustimmung nicht gegeben. Anfang Februar habe das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt die Verfahren für eine Änderung der Flugrouten wieder aufgenommen, teilte das Landratsamt weiter mit. Es sei ein Unding, dass die Schweizer in Kenntnis der Haltung der deutschen Seite zwei eingestellte Verfahren nun unverändert wieder aufnähmen.