Freiburg / lsw Opfer leidet zu sehr, um vor Gericht zu sprechen.

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg wird das Opfer des Verbrechens nicht erneut vor Gericht aussagen. Sie leide einem ärztlichen Attest zufolge unter der Tat und sei nicht vernehmungsfähig, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin am Mittwoch am Landgericht Freiburg. Sie könne daher vom Gericht nicht mehr vernommen werden.

Die zur Tatzeit 18-Jährige hatte im Juli vergangenen Jahres erstmals vor Gericht ausgesagt. Am Mittwoch sollte sie vom Gericht erneut befragt werden. Einem neuen Gutachten zufolge sind die Tatfolgen für sie deutlich schwerer, als bislang angenommen.

Angeklagt sind elf Männer von 18 bis 30 Jahren wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. dpa