Arbeitsplatzabbau

Industrie in Baden-Württemberg: Weniger Jobs, mehr Aufträge

Trotz weniger Jobs wächst die Zahl der Aufträge in der Südwestindustrie. Was hinter der «verhaltenen Erholung» steckt, erklären die Statistiker aus Fellbach.

Der Arbeitsplatzabbau in der baden-württembergischen Industrie schreitet weiter voran. Insgesamt waren im ersten Halbjahr dort etwa 1,124 Millionen Männer und Frauen beschäftigt, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Das waren damit rund 30.200 Menschen weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2025. Der Rückgang habe 2,6 Prozent betragen. 

Alle großen Unternehmen hatten Stellenabbauprogramme angekündigt: Daimler Truck, ZF Friedrichshafen, Bosch, Mahle, Porsche, Voith. Hinzu kommen zahlreiche Mittelständler, die gleichfalls Personal verringern.

Ausfahrt Richtung Oberkochen? Eine Kooperation zwischen Voith und Hensoldt soll Fachkräften eine neue Perspektive eröffnen.

Abbau von 380 Stellen bei Voith in Heidenheim: Beschäftigte sollen neue Jobs bei Hensoldt finden

Während intern erstmals bekannt gegeben wurde, dass 380 Stellen in Heidenheim abgebaut werden sollen, gehen Voith und Hensoldt mit der Nachricht einer Zusammenarbeit an die Öffentlichkeit. Hensoldt will Fachkräfte von Voith übernehmen.
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Heidenheim
Kooperation

Die Statistiker vermelden zugleich eine «verhaltene Erholung» der Industrie. Hintergrund seien die gesunkenen Weltmarktpreise für Energie- und Rohstoffe. Insgesamt verstetige sich damit in der Südwestindustrie eine verhaltene wirtschaftliche Erholung, deren Dynamik weiterhin deutlich vom Verlauf des Konflikts im Nahen Osten definiert werden dürfte

Insgesamt verbuchte die Branche im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Auftragsplus von 2,1 Prozent. Das Auslandsgeschäft und das stärkere Inlandsgeschäft stützten diese positive Entwicklung, teilte das Statistische Landesamt weiter mit.