Der trockene und heiße Sommer hat das Angebot an Nektar für Honigbienen schrumpfen lassen. Die Saison endete vielerorts schon im Juni, wie Kristin Krewenka vom Landesverband Badischer Imker in Zell am Harmersbach (Ortenaukreis) mitteilte.
Sonst könnten Bienen noch im August Nektar finden, sagte der Präsident des Landesverbands Württembergischer Imker in Reichenbach an der Fils (Landkreis Esslingen), Helmut Horn. «Aber es blüht ja nichts mehr, alles ist vertrocknet.» Für die Insekten bedeute das Stress, teils würden sie aggressiv, sagte Horn. «Es ist eine Katastrophe für die Bienen.»
Besonders jetzt benötigten die Tiere hochwertiges Eiweiß in Form von Pollen, um gesunde und robuste Winterbienen heranzuziehen, teilte Krewenka mit. «Sollte auch das Ausbrüten der Winterbienen leiden, könnten ganze Völker sterben.»
Die Verbände haben den Angaben nach in Baden rund 10.200 und in Württemberg etwa 15.500 Mitglieder. Diese bewirtschaften demzufolge insgesamt gut 80.400 beziehungsweise etwas mehr als 110.000 Bienenvölker.
