Stuttgart / Jens Schmitz Dürre und Corona-Flaute setzen den Waldbauern zu. Zur Idee einer Förderung nach Fläche gibt es auch Gegenstimmen.

Forstminister Peter Hauk (CDU) prüft angesichts der Schäden durch Dürre eine Flächenprämie für Waldbesitzer.

Der „Notfallplan Wald“, den die Regierung im Dezember aufgelegt hat, beinhalte unmittelbare Hilfen angesichts des dritten Trockenjahres in Folge. Das Tempo der Verluste, das durch die Corona-Krise noch verschärft werde, mache aber weitere Unterstützung notwendig, sagte Hauk. Die Nachfrage nach Holz sei eingebrochen. Bei der Borkenkämpferbekämpfung gebe es zwar Erfolge etwa in Oberschwaben und auf der Schwäbischen Alb. „Wir haben aber auch große Probleme vor allen Dingen im Südschwarzwald.“

Bald will Hauk eine landesweite Wiederbewaldungsstrategie vorlegen. Eine Flächenprämie „würde die Waldbesitzer darin unterstützen, ihre Wälder auch in einem wirtschaftlich und klimatisch extrem schwierigen Umfeld weiter wie bisher ordnungsgemäß zu pflegen“. Zahlen zu den Kosten nannte Hauk nicht.

Die Opposition ist skeptisch. Der forstpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Reinhold Gall, warnte vor „Gießkannensubventionen“ auch für diejenigen, die sie nicht benötigten. „Eine rein flächenmäßige Unterstützung halten wir nicht für sinnvoll.“ Die im Herbst beschlossenen Millionen seien bislang kaum vor Ort angekommen.   Jens Schmitz