Seit Beginn des Corona-Lockdowns ist Online-Glücksspiel vermehrt Thema bei der Suchtberatung der Evangelischen Gesellschaft (eva) in Stuttgart. Martin Epperlein vom Beratungs- und Behandlungszentrum für Suchterkrankungen der eva berichtet, dass ein Teil der Glücksspielsüchtigen während des Lockdowns aufs Online-Glücksspiel ausgewichen seien. Er habe aber auch beobachtet, dass für manche seiner Klienten der Lockdown eine Hilfe war. Als die Spielhallen geschlossen bleiben mussten, habe einer gesagt: „Das ist so schön!“ Endlich hatte er am Ende des Monats noch Geld übrig.

Jetzt seien viele Betroffene jedoch stärker gefährdet als vorher. Denn inzwischen haben die Spielhallen wieder geöffnet und Kurzarbeit und Homeoffice arbeiteten der Sucht in die Hände. epd