Stuttgart / Roland Muschel Die Koalition stockt die Zuschüsse des Landes für die sieben regionalen Freilichtmuseen kräftig auf. 

Die sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen im Südwesten können mit mehr Geld rechnen. Statt bisher 750 000 Euro sollen künftig jährlich 1,9 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Dazu komme ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 500 000 Euro im Doppelhaushalt 2020/21, sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart. Bisher hätten die Freilichtmuseen weniger als ein Prozent der jährlichen Museumsförderung des Landes erhalten. Das sei aus CDU-Sicht viel zu wenig. „Deshalb haben wir uns für eine deutliche finanzielle Stärkung ausgesprochen.“

Mit dem Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, dem Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen, dem Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach, dem Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben in Wolfegg und den Freilichtmuseen Gottersdorf, Beuren und Neuhausen ob Eck verfügt Baden-Württemberg über sieben solcher Einrichtungen. Sie erreichen ­jährlich 700 000 Besucher. Als ihr Markenzeichen gilt die authentische Vermittlung von Geschichte in Verbindung mit einer anschaulichen Darstellung. Schwerpunkte liegen auf Ko­operationen mit Schulen und Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Die Freilichtmuseen befinden sich in Trägerschaft von Landkreisen oder werden von Vereinen mit maßgeblicher Beteiligung der Kreise und Kommunen getragen. Das Land fördert insbesondere den originalgetreuen Wiederaufbau historischer Gebäude in auf dem Museumsgelände. rol