Fußball-Bundesliga

Freiburgs Auswärtsfluch geht weiter: «Ärgerlich»

Der SC Freiburg bleibt in der Bundesliga auswärts schwach. Das ändert sich auch in Frankfurt nicht. Aus Sicht von Coach Schuster war es ein Spiel der verpassten Möglichkeiten.

Der vertanen Chance, einen direkten Kontrahenten um die Europapokal-Qualifikation abzuhängen, trauerten Freiburgs Coach Julian Schuster und seine Spieler noch eine Weile nach. «Sehr, sehr ärgerlich» sei die 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt, äußerte der Trainer. «Es gab mit Sicherheit schon Auftritte hier, wo es deutlicher war und wo es auch einfacher war, zu gratulieren.»

Durch die Pleite überholte die Eintracht den Sport-Club und verdrängte ihn auf den achten Platz in der Bundesliga-Tabelle. Die eklatante Schwäche auf fremden Plätzen wird den Breisgauern im Rennen um Europa dabei so langsam zum Verhängnis. Nur den 14. Platz belegen sie in der Auswärtstabelle. Den letzten Sieg in der Fremde bejubelte die Mannschaft von Coach Schuster im Oberhaus am 20. Dezember beim 4:3 gegen den VfL Wolfsburg - einer von bislang zwei Erfolgen.

«Den Ball auch schon drin gesehen»

Es sei der klare Plan gewesen, «auswärts ein anderes Gesicht» zu zeigen, sagte Schuster. «Das haben wir geschafft. Vor allem auch mit dem Ball waren einfach gute Momente da», so der 40-Jährige weiter, der sich vor allem über die ausgelassenen Top-Chancen seines Teams ärgerte. Es sei ein Spiel der «verpassten Möglichkeiten» gewesen. Auch wenn es nicht sonderlich viele dieser Gelegenheiten gab.

So köpfte der Ex-Frankfurter Igor Matanovic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte beim Stand von 0:0 den Ball an den Pfosten statt ins Tor. «Ich habe ihn auch schon drin gesehen», äußerte Schuster. Dass der Ball zurück ins Feld und nicht über die Torlinie sprang, sei «sinnbildlich» gewesen.

Erstes Gegentor «vermeidbar»

In der Defensive leitete Matthias Ginter nach der Pause mit einem kapitalen Fehlpass im Spielaufbau in der eigenen Hälfte die Führung für die Eintracht ein. «Das 1:0 ist dann, glaube ich, vermeidbar», sagte Kapitän Christian Günter, ohne seinem Teamkollegen einen Vorwurf machen zu wollen. «Es sind Bälle, die passieren können und schlussendlich: Wir wollen Fußball spielen und dann kann das immer passieren.»